1. Die Rosinen in lauwarmem Wasser einweichen. Die Milch lauwarm erwärmen, die Hefe mit einem Teelöffel Zucker hineinbröckeln und 10 Minuten gehen lassen.
2. In einer großen Schüssel das Mehl mit Salz, dem restlichen Zucker und der abgeriebenen Zitronenschale mischen, 2 Eier, den Vorteig und die geschmolzene, lauwarme Butter zugeben und 10 Minuten zu einem glatten, glänzenden, Blasen werfenden Teig kneten. Zum Schluss die abgetropften Rosinen einarbeiten; zugedeckt 1,5 Stunden auf das Doppelte gehen lassen.
3. Den Teig in 9 gleiche Stücke teilen und jedes zu einem etwa 40 cm langen Strang rollen. Aus 4 Strängen einen breiten Zopf flechten, darauf einen schmaleren Zopf aus 3 Strängen und obenauf eine Kordel aus 2 Strängen legen – die Lagen mit Wasser zusammenkleben.
4. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und zugedeckt weitere 40 Minuten gehen lassen. Das dritte Ei verquirlen und den Striezel sorgfältig bestreichen; mit Mandelblättchen bestreuen. Die Zöpfe kann man mit Holzspießen fixieren, damit sie beim Backen nicht abrutschen.
5. Im auf 170 °C vorgeheizten Ofen 45-50 Minuten backen; bräunt er zu schnell, mit Alufolie abdecken. Mit einem Holzspieß prüfen: kommt er sauber heraus, ist er fertig.
6. Auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen und in dünnen Scheiben mit Butter und Marmelade servieren; in ein Leinentuch gewickelt bleibt er tagelang weich.
Tipp: Die Vánočka ist das Symbol der tschechischen Weihnacht: Der aus neun Strängen geflochtene, dreistöckige Striezel wird traditionell am Morgen des Heiligabends gebacken, und nach altem Volksglauben musste man beim Backen hüpfen, damit der Teig gut aufgeht.
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