1. Für den Braten die Schweineschulter mit 2 Teelöffeln Salz, 1 Teelöffel Kümmel und dem zerdrückten Knoblauch einreiben. 2 in Ringe geschnittene Zwiebeln in einem Bräter verteilen, das Fleisch darauflegen, mit dem Schmalz bestreichen, das Wasser angießen und im auf 180 °C vorgeheizten Ofen zugedeckt 1 Stunde, dann ohne Deckel weitere 60-70 Minuten braten, dabei mehrmals begießen, bis die Oberfläche knusprig braun ist.
2. Für die Knödel die Milch lauwarm erwärmen und mit 1 Teelöffel Zucker (vom Krautzucker) und der Hefe 10 Minuten schäumen lassen. Mehl, eine Prise Salz, Ei und Hefemilch zu einem mittelfesten Teig kneten, dann die klein gewürfelten (etwas altbackenen) Semmeln einkneten; zugedeckt 1 Stunde gehen lassen.
3. Den Teig zu zwei etwa 6 cm dicken Rollen formen und 20 Minuten ruhen lassen. In einem großen Topf Wasser aufkochen, die Knödel hineinlegen, zugedeckt 10 Minuten kochen, wenden und weitere 10 Minuten kochen. Herausheben und sofort einstechen, damit der Dampf entweicht (so bleiben sie locker).
4. Für das Kraut die restliche Zwiebel fein hacken und in etwas Fett aus dem Bräter glasig dünsten. Das fein gehobelte Kraut, den restlichen Kümmel, 1 Teelöffel Salz und 100 ml Wasser zugeben und zugedeckt 30 Minuten schmoren. Mit Essig und Zucker süßsauer abschmecken.
5. Die Knödel mit einem Faden oder einem scharfen Messer in 1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Das Fleisch aufschneiden und den Bratensaft mit etwas Wasser aufkochen.
6. Auf jeden Teller Fleisch, 3-4 Knödelscheiben und Kraut geben und reichlich mit Bratensaft übergießen.
Tipp: „Vepřo knedlo zelo“ (Schwein-Knödel-Kraut) ist das bekannteste Gericht des tschechischen Sonntagsessens und der Wirtshausküche, fast ein Nationalsymbol; tschechische Köchinnen schneiden die Knödel mit einem Faden, damit sie nicht zerdrückt werden.
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