1. Die Kartoffeln in der Schale weich kochen, schälen und noch warm zerdrücken; vollständig auskühlen lassen (kalte Kartoffeln geben dem Teig die richtige Konsistenz).
2. Für die Fülle das Selchfleisch klein würfeln. Eine Zwiebel fein hacken und mit dem Fleisch in einer trockenen Pfanne 5 Minuten anbraten, dann abkühlen lassen.
3. Die kalten Kartoffeln mit Mehl, Ei und Salz rasch nur kurz verkneten (zu langes Kneten macht den Teig klebrig). In 12 Portionen teilen, jede zu einem handtellergroßen Fladen drücken, einen gehäuften Esslöffel Fülle in die Mitte setzen und zu einem Knödel formen; die Ränder gut verschließen.
4. In einem großen Topf leicht gesalzenes Wasser aufkochen, die Knödel einlegen und, sobald sie aufsteigen, bei schwacher Hitze noch 8-10 Minuten ziehen lassen; mit der Schaumkelle herausheben.
5. Inzwischen für das Kraut die zweite Zwiebel fein hacken, im Schmalz glasig dünsten, das ausgedrückte Sauerkraut, Kümmel und 100 ml Wasser zugeben und zugedeckt 20 Minuten schmoren; mit Zucker abschmecken.
6. Die Knödel mit dem geschmorten Kraut servieren, nach Belieben mit Röstzwiebeln beträufelt.
Tipp: Ein sparsames Meisterstück der tschechischen Landküche: aus den geräucherten Resten nach dem Schlachtfest gemacht, ist der Kartoffel-Fleisch-Knödel ein naher Verwandter des ungarischen Griebenknödels; kalte Kartoffeln und kurzes Kneten machen ihn richtig flaumig.
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